Wie kann die Maschinenfeinplanung in kleinen und mittleren Unternehmen technisch unterstützt werden? Darum ging es beim Unternehmerkolloquium (UKUS) in der Industrie- und Handelskammer Siegen. Drei Wissenschaftler haben dazu die Ergebnisse ihres Projekts vorgestellt. Sie haben untersucht, wie solche Betriebe Advanced-Planning-and-Scheduling-Systeme nutzen können, um die Planungsaufgaben für die verantwortlichen Mitarbeiter effizienter zu gestalten.

Alexander Herbst erklärte in seinem Vortrag, mit welchen Herausforderungen typische Mittelständler konfrontiert werden, wenn sie ihre IT-Systeme und Produktionsprozesse modernisieren wollen. Er hat allgemeine Konzepte und Handlungsmöglichkeiten vorgestellt, die eine Voraussetzung sind, wenn Advanced-Planning-and-Scheduling-Systeme eingeführt werden sollen.

Auf ein konkretes Produktionsplanungsproblem ist David Müller eingegangen. Dabei kam es darauf an, Produktionsaufträge Maschinen zuzuordnen und ihre Reihenfolge an den einzelnen Maschinen festzulegen, unter Berücksichtigung der Rüstzeiten. Dabei wurden zwei Kriterien analysiert: Die Verspätungen aller Produktionsaufträge sollten minimiert werden und damit auch die Gesamtdauer des Produktionsplans. Müller hat Lösungen präsentiert, wenn der Produktionsplan berechnet werden soll.

Christoph Kotthaus hat zum Abschluss Demonstratoren vorgestellt, mit denen Betriebsdaten erfasst und die Produktionsplanung unterstützt werden können. Er hat erklärt, wie die Anforderungen mitarbeiterzentriert erhoben werden. Danach hat Kotthaus ein interaktives Planungs-Dashboard sowie unterstützende Tools zur Betriebsdatenerfassung präsentiert. Die Besucher konnten sich die Demonstratoren auch noch im Foyer ansehen und testen.