Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Siegen bietet spezielle Tipps und digitale Hilfen für kleine und mittlere Unternehmen in der Corona-Zeit an.

Immer mehr Menschen arbeiten wegen des Coronavirus von zu Hause aus und fragen sich jetzt, wie sie Unternehmensprozesse am besten am Laufen halten können. Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Siegen hat Handlungsempfehlungen gesammelt, um die aktuelle Situation zu bewältigen. Ein Punkt ist dabei der Austausch mit KollegInnen und Vorgesetzten, der aktuell oft wegfällt. „Arbeiten auf Distanz birgt die Gefahr, den Bezug zueinander und somit auch das Verständnis füreinander zu verlieren“, sagt Prof. Dr. Christina Krins, die sich im Kompetenzzentrum mit dem Thema Change 4.0, also Veränderungsmanagement, beschäftigt. Um die Kommunikation aufrechtzuerhalten, können Teammeetings per Videokonferenz ein- bis zweimal in der Woche eine gute Lösung sein, zum Beispiel via Skype, Zoom oder Microsoft Teams.

Um gemeinsam an Projekten zu arbeiten, eignen sich Projektmanagementdienste wie Trello oder Jira. „Jetzt ist genau die richtige Zeit, um ein solches Tool auszutesten und einzuführen“, findet Dr. Irene Teich. Sie ist für das Thema agiles Projektmanagement zuständig. Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Siegen gibt es seit 2017 an der Universität Siegen. Es unterstützt kleine und mittlere Unternehmen in Südwestfalen und darüber hinaus bei der Digitalisierung. Dabei stehen immer die MitarbeiterInnen im Mittelpunkt. 

Die ExpertInnen sehen in der Corona-Krise auch eine Chance: „Viele Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen erkennen für sich jetzt einen langfristigen Nutzen: Vielleicht eröffnet die Arbeit im Home Office die Chance, auch nach der Krise flexibler arbeiten zu können und jetzt die notwendigen Erfahrungen zu sammeln“, sagt Christina Meisterjahn, die ebenfalls zum Thema Change 4.0 berät. Ausführliche Informationen und weitere Tipps erhalten Interessierte auch unter  www.kompetenzzentrum-siegen.digital .

Für Fragen zur Digitalisierung bietet das Team des Kompetenzzentrums zudem eine digitale Unternehmenssprechstunde an – egal ob es um Datenschutz und IT-Sicherheit, technische Möglichkeiten oder Geschäftsfeldentwicklung geht. Außerdem laden die ExpertInnen am Mittwoch, 22. April, zu einem digitalen Stammtisch ein. Dann wird es um Smartwatches in der Produktion und das Internet der Dinge gehen. Die Anmeldung ist im  Veranstaltungskalender  möglich. Umfangreiche Informationen etwa zum Thema Industrie 4.0 liefert auch der YouTube-Kanal des Kompetenzzentrums. Darüber hinaus gibt es den Podcast „Südwestfalen digital“, der auf  SpotifyiTunes  und der  Homepage  abgerufen werden kann. Themen der ersten Folgen sind zum Beispiel digitale Erfassung von Störmeldungen, rechtliche Fragen für kleine und mittlere Unternehmen oder Daten und Visualisierung. Der Austausch mit anderen kleinen und mittleren Unternehmen steht auf dem  Digital.Netzwerk  des Kompetenzzentrums im Vordergrund. Dort können sich NutzerInnen auch eigene Bereiche anlegen, um sich zum Beispiel nur mit den eigenen KollegInnen zu einem bestimmten Thema zu unterhalten.

Diese Pressemitteilung ist hier auf der Seite der Uni Siegen erschienen.