Biegeproduktion 4.0
Bei der Marktbetrachtung verschiedener industrieller Umfelder wird deutlich, dass zunehmend Forderungen nach individualisierten Produkten (Losgröße 1), hoch flexiblen Großserienfertigungen und die Integration von Kunden und Geschäftspartnern entstehen. Beispielhaft seien hierfür die individuelle Müsli-Mischung, konfigurierbare Sportschuhe, individuell bedruckbare T-Shirts und nicht zuletzt konfigurierbare Automobile genannt.
Im digitalen Wandel können durch die Entwicklung von intelligenten Fertigungsverfahren, also smarten Prozessen, höhere Produktivität und Effizienz in der industriellen Fertigung erzielt werden. Es wird eine Produktionsumgebung angestrebt in der sich Fertigungsanlagen selbst steuern oder durch intelligente Werkstücke gesteuert werden. Hierüber wird auch die Möglichkeit zur Adaption von Produktionsprozessen an individuelle und individualisierbare Produkte in Form von smarten Prozessen eröffnet. Das Potenzial von Industrie 4.0 bietet die Möglichkeit Produkte bis zum Zeitpunkt des Rüstens oder bei skalierbaren Fertigungsverfahren sogar in Form von „Losgröße eins“ zu individualisieren.
Am Lehrstuhl für Umformtechnik wird ein Produktionsprozess demonstriert, der es ermöglicht den Kunden in einen smarten Produktionsprozess einzubinden. Als Demosntrator dient ein individualisierbarer humanergonomischer Freischwinger, der aus Rohrhalbzeugen mit dem flexiblen und skalierbaren Fertigungsprozess hergestellt wird.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Diese Veranstaltung ist leider ausgebucht. Wir bieten gerne weitere Lab-Touren an. Bei Interesse melden Sie sich dafür bei Michael Schiller unter Michael.Schiller@uni-siegen.de