Digitale Zwillinge stellen eine digitale Repräsentanz eines materiellen oder immateriellen Objekts aus der realen Welt dar. Digitale Zwillinge ermöglichen einen übergreifenden Datenaustausch. Sie liefern ein Modell des repräsentierten Objekts oder Prozesses und können beispielsweise Simulationen, Algorithmen und Services enthalten. Diese beschreiben die Eigenschaften oder das Verhalten des repräsentierten Objekts oder Prozesses und können zudem Dienste darüber anbieten.

Definierte Bauteileigenschaften können lediglich durch die Beherrschung des Herstellungsprozesses und einer autonomen Prozessführung erreicht werden. Es ist erforderlich Schwankungsgrößen wie Halbzeugeigenschaften, Werkzeug- und Maschinenverschleiß zu erfassen und im weiteren Produktionsprozess auszuregeln.

Mit der Abbildung eines Produktionsgutes in seiner aktuellen Erscheinung in einem digitalen Zwilling können entscheidende Wettbewerbsvorteile generiert werden. So können nachfolgende Produktionsprozesse bereits vor Produktionsbeginn justiert werden, sodass aufwändige Einstellungsarbeiten und Ausschuss reduziert bzw. vermieden werden können.

Mit der Abbildung eines Produktionsgutes in einem digitalen Zwillings lassen sich auch Wettbewerbsvorteile über die eigenen Unternehmensgrenzen hinaus ermöglichen, beispielsweise indem Kunden hieraus relevante Informationen zur Weiterverarbeitung des Produktionsgutes entnehmen können.

Es wird ein Verfahren entwickelt, welches die tatsächliche Rückfederung mit dem digitalen Zwilling abgleicht. Im nachfolgenden Bearbeitungsprozess können so Abweichungen an die Bearbeitungsschritte, bzw. an die Nachbearbeitung angepasst werden.